NPO EO | Stip it: die Mobbingbrille
Traditionelles Video lässt die Zuschauenden an der Seitenlinie stehen, aber mit Virtual Reality schaffen wir radikale Empathie. Durch das Aufsetzen der ‚Mobbing-Brille‘ schlüpfen Kinder und niederländische Prominente direkt in die Haut von jemandem, der gemobbt wird. Ein starkes Beispiel dafür, wie VR Verhalten verändern und soziale Wirkung entfalten kann.
Die Frage
Mobbing an Schulen ist ein hartnäckiges Problem. Oft ist Beteiligten oder Mitschülern gar nicht bewusst, wie tief die Auswirkungen von gemeinen Bemerkungen oder Ausgrenzung tatsächlich verletzen. Mediawan Skyhigh suchte nach einem bahnbrechenden Weg, um Grundschulkinder der Klassen 4 bis 6 sowie bekannte niederländische Persönlichkeiten (wie Duncan Tromp, Qucee und Meester Jesper) Mobbingverhalten nicht nur ansehen, sondern wirklich erleben zu lassen. Das Ziel? Empathie wecken, das Gespräch suchen und den Kindern die Dringlichkeit vermitteln, einzuschreiten.

Die Lösung
Virtual Reality ist das ultimative Medium für Empathie. In Zusammenarbeit mit Mediawan Skyhigh hat VR Owl das ‚Mobbing-Brille‘-Erlebnis entwickelt. Durch das Aufsetzen des VR-Headsets befindet sich die anwendende Person plötzlich mitten in einem Klassenzimmer, auf dem Schulhof oder in der Mensa.
Wir haben uns für 360-Grad-Videos entschieden, in denen echte Geschichten von gemobbten Kindern (wie Sem, Darren und Linde) nachgestellt wurden. Als zuschauende Person sitzt man buchstäblich an der Stelle des Opfers. Die Mobber schauen einem direkt in die Augen, lachen einen aus und die harten Bemerkungen treffen durch 3D-Audio besonders hart. Das macht das Erlebnis intensiv, hyperrealistisch und unmöglich zu ignorieren.

Die Umsetzung
Bei einem Projekt mit einem so sensiblen Thema ist eine einwandfreie Umsetzung entscheidend. Unsere Rolle bestand darin, das VR-Erlebnis sowohl technisch als auch konzeptionell zu realisieren:
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360°-Content-Produktion & Regie: Gemeinsam mit dem Regieteam von Mediawan Skyhigh haben wir die Szenen so gefilmt, dass die Kamera als Augen des gemobbten Kindes fungiert. Die Positionierung und die Augenhöhe waren hierbei essenziell, um die psychologische Wirkung zu maximieren.
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Hardware & Bereitstellung: Für die TV-Aufnahmen und den Einsatz im Klassenzimmer musste die Technologie einwandfrei und intuitiv funktionieren. Wir haben uns für Standalone-VR-Headsets entschieden, die sich auf Knopfdruck synchron starten lassen, sodass Gruppen von fünf Kindern gleichzeitig genau dasselbe Erlebnis durchlaufen.
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Support am Set: Unsere VR-Spezialisten waren während der Dreharbeiten vor Ort, um sicherzustellen, dass sich die Moderatorin Anne-Mar Zwart und das Kinderpanel ganz auf die Inhalte konzentrieren konnten, während die Technik reibungslos im Hintergrund lief.
